LPV Merseburg-Querfurt e.V.

Landschaftspflegeverband Merseburg-Querfurt e.V.
Vorsitzender Stefan Rensch

Poststr. 14 • 06217 Merseburg
Telefon: 03461-212161 • Telefax: 03461-212164
E-Mail: lpv-mq@web.de
www.LPV-Merseburg-Querfurt.de


Der Wirkungsbereich des 1995 gegründeten Vereins umfasst den ehemaligen Landkreis Merseburg-Querfurt südlich von Halle/ Saale. Inmitten eines großen Ballungszentrums der chemischen Industrie in Mitteldeutschland hat der Landschaftspflegeverband Merseburg-Querfurt seinen Sitz in einer der ältesten Städte der Region. Merseburg ist heute Hauptsitz des Saalekreises. Die Goethestadt Bad Lauchstädt und Querfurt mit seiner großen mittelalterlichen Höhenburg laden vor allem Tagestouristen zum Besuch ein.

Schmoner Busch mit Schutzacker südlich von Querfurt (Foto: LPV)

Die Landschaft im südlichen Teil Sachsen-Anhalts gehört zum Mitteldeutschen Trockengebiet mit geringen Jahresniederschlägen von nur etwa 500 mm oder auch darunter. Sie ist hauptsächlich von weiten und sehr fruchtbaren Ebenen geprägt. Es gibt keine Erhebung über 250 m NHN. Der ehemalige Braunkohle-bergbau um Merseburg hinterließ zahlreiche, heute rekultivierte, Tagebaurestlöcher. Der Geiseltalsee ist der größte unter ihnen. Östlich prägen die Flussauen von Weißer Elster und Saale die Landschaft. Die Niederungen mit Resten der Weichholzauen bei Weißenfels, Bad Dürrenberg und Halle stehen unter Schutz und sind  für den Vogelschutz von Bedeutung. In der Mitte des Gebiets liegt die fast waldfreie Querfurter Platte. Sie ist nach der Magdeburger Börde eines der größten Löss-Schwarzerdegebiete Sachsen-Anhalts. Auf der riesigen Muschelkalkplatte ermöglichen die Schwarzerdeböden eine hochproduktive und   intensive landwirtschaftliche Produktion. Da verwundern fehlende Strukturen wie Feldraine, Hecken oder Feldgehölze und Felder riesigen Ausmaßes kaum. Am westlichen Rand des Verbandsgebietes schließt sich das Buntsandsteingebiet des Ziegelrodaer Forstes an. Hier im Naturpark Saale-Unstrut-Triasland ist die Landschaft bewegter, findet man orchideenreiche Standorte, Halbtrocken- und Trockenrasen. Nicht zu vergessen: Hier befindet sich der Fundort der berühmten Himmelsscheibe von Nebra mit dem heutigen Besucherzentrum Arche Nebra.

Sommer-Adonisröschen in den Schmoner Hängen (Foto: LPV)

Der Verein kümmert sich in erster Linie um den Schutz von seltenen Ackerwildkräuter sowie um die Pflanzung und Pflege von Flur- und Feldgehölzen. In den Gemeinden Leuna, Bad Dürrenberg und Schkopau wird seit vielen Jahren die Pflege von Kopfbäumen organisiert. Auch die Umweltbildung kommt nicht zu kurz. Ein Naturlehrpfad in den Auwiesen der Luppe wird liebevoll unterhalten, Veranstaltungen für Kinder organisiert. Als wichtige Aufgabe wird auch die Vermittlerrolle zwischen den verschiedenen Landnutzern wahrgenommen.